PM: US Strafzölle schaden der dortigen Solarwirtschaft – Trump kein Vorbild für die EU

Wie erwartet führt US-Präsident Trump („America first“) Strafzölle in Höhe von an-fangs 30 Prozent auf siliziumbasierte Solarmodule ein. Die Schutzzölle sind auch ge-gen Hersteller aus Deutschland und Europa wirksam. Der amerikanische Solarverband SEIA hat die Maßnahmen scharf kritisiert. Der Verband schätzt, dass die Zölle einen Großteil der Arbeitsplätze in der amerikanischen Solarindustrie vernichten werden. SAFE-Sprecher Holger Krawinkel sieht die Befürchtung seiner Organisation bestätigt, dass zunehmender Protektionismus den kostengünstigen Ausbau der klimafreundli-chen Solarenergie bremst. Daher sei es gut, dass die EU-Handelsbeschränkungen in wenigen Monaten auslaufen. Die EU könne und müsse ein Gegengewicht zum Protek-tionismus der US-Administration bleiben.

Die auslaufenden Handelsbeschränkungen hätten insbesondere den deutschen Solarmarkt bereits belebt. Eine weitere, deutliche Steigerung des PV-Zubaus sei dringend erforderlich, auch um den wachsenden Strombedarf für das absehbare starke Wachstum der Elektromo-bilität CO2-frei zu gewährleisten. „Fallende Modulpreise sind dafür beste Garantie“, so Kra-winkel abschließend.

Nur 2000 der insgesamt knapp 40.000 in der Solarbranche tätigen Amerikaner seien in der eigentlichen Modul- und Zellenfertigung beschäftigt, während 95 Prozent der Solarjobs bei der Installation, der Herstellung von high-tech Komponenten und anderen elektrischen Pro-dukten zur Unterstützung der solaren Stromerzeugung vorhanden sind. Diese sind, so die SEIA, stark gefährdet